Die Rahmenbedingungen waren in Flintbek nahezu optimal - ein ordentliches Geläuf, kühles, teils sonniges Wetter und ein Maximum an Zuschauern waren an dem Nachbarschaftsderby interessiert. Die Corona bedingte Einschränkung des TSV forderte

nicht mehr als 70 Zuschauer auf das Gelände zu lassen. Dumm nur, dass sich die nicht eingelassenen Zuschauer vor der Kasse sammelten. Da wäre eine Verteilung auf dem Platzgelände durchaus sinnvoller gewesen.

Wieder musste das Trainerteam um Benno Szodruch mit diversen Veränderungen in das Spiel gehen. Umso bemerkenswerter war der kontrollierte, dominante Auftritt gegen den TSV Flintbek, der dem Vernehmen nach ebenfalls nicht mit seiner

Wunschformation auflaufen konnte. Der RS-Sieg hätte durchaus höher ausfallen können, so viel vorab, Chancen dazu waren reichlich vorhanden.

Gleichwohl musste man bereits in der 4. Spielminute zunächst den 1:0 Rückstand hinnehmen, den Altmeister Tobi Nehren in der 16. Minute ausglich. Überhaupt sorgte Tobi mit seiner Cleverness, guten Ballbehauptungen und Pässen für mächtig Unruhe vor und im Strafraum des Gastgebers. Nach dem Seitenwechsel sorgte Kristof Koop in der 61. Minute für die erstmalige Führung unserer Rot-Schwarzen. Und in der 77. Minute legte Jonathan Suchocki, der an diesem 
Tag eine ansprechende Leistung zeigte, mit dem dritten und letzten Treffer dieser Partie nach.

Am kommenden Samstag empfangen unsere Jungs die Gäste aus Gremersdorf, die als Aufsteiger momentan mit neun Punkten den vierten Tabellenplatz belegen.

Fazit: Souveräner, verdienter Auswärts-Sieg. Wer hätte das Gedacht - Verlustpunkt freier Spitzenreiter nach fünf Spielen - vor Preetz und Plön ! 

 

 

Die relativ seltenen Angriffe der Gastgeber konnten überwiegend souverän verteidigt werden

Unsere Mannschaft hatte am Samstag eine harte Nuss zu knacken. Lediglich zum Beginn der Partie wirkten die Gäste ob der Tabellensituation etwas verunsichert und überließen unseren Spielern das Geschehen auf dem Platz, was sich im Verlauf des Spieles allerdings relativierte. Nach Dersau und Dobersdorf wurde das technisch bessere Szodruch-Team wieder mit teils grenzwertiger Härte konfrontiert, die das Schiri-Team nicht überzeugend verhindern konnte. Zudem war es gegen einige 2-Meter-große Schönkirchener Spieler schwierig, Luftkämpfe für sich zu entscheiden. 

Finn umkurvt den Torhüter und trifft zum 1:0

In der 26. Minute wurde der Ball zielstrebig senkrecht nach vorn gespielt und klug auf Finn Hendrik Logemann gepasst, der den herauseilenden Gästetorhüter knapp umkurvte und den Ball zum 1:0 ins leere Tor beförderte. Kurze Zeit später setzte Steffen Sitte einen 18-Meter Kracher an den rechten Pfosten. Und im 5-Meter-Raum Gewühl fand der Ball kurze Zeit später auch im dreimaligen Nachschuss nicht die Maschen. Zum psychologisch wichtigen Zeitpunkt glich kurz vor der Halbzeit (42.) Moshood Olamide Adesanya, der auffälligste Schönkirchener Spieler, zum Ausgleich für sein Team.

Steffens satter Schuss landete am rechten Pfosten

Ohne weitere Tore ging es in die Pause. In der zweiten Hälfte sollten die Gäste etwas mehr vom Spiel haben bis Kristof Koop in der 78. Minute einen Elfmeter erfolgreiche verwandelte und sein Team 2:1-Führung brachte. Schließlich sprang für Coach "Benno" gegen die TSG Concordia Schönkirchen ein nicht unverdienter Dreier heraus.

Fazit: Verbesserte Spielanlage gegenüber dem Probsteier Auftritt mit Luft nach oben. 

Die Szodruch-Elf konnte auch im zweiten Spiel der Verbansliga Ost gegen robuste Dobersdorfer überzeugen, war der Gastmannschaft in nahezu allen Belangen überlegen und kontrollierte das Spiel ohne nennenswerte Einbrüche. Zudem erzielten Nicola Soranno, Bocki und Tobi drei sehenswerte Treffer. Nicola konnte sich in der 32. Min. an der Torauslinie gegen den Torhüter duchsetzen und in der nächsten Aktion den Ball gekonnt über die Köpfe der zurück eilenden Abwehrspieler ins lange Eck schlenzen. Drei Minuten später verwandelte Bocki per Kopfball einen auf das kurze 5-Meter-Eck gespielten Ball ebenso gekonnt. Bis zur Halbzeit lief der Ball sicher durch die eigenen Reihen, mit viel Geduld für guten Gelegenheiten, ein weiteres Tor sollte allerdings nicht fallen. Dobersdorf versuchte mit langen Bällen und robuster Spielwwise gegenzuhalten.

Nicola Serano erzielte mit einem Schlenzer von der Torauslinie das 0:1

In der zweiten Spielhälfte musste Benni die Abwehr umstellen - Bocki hatte sich eine Zerrung zugezogen. Für ihn rutschte Steffen Sitte in die Zentrale und Tim Oliver Kannenberg rückte auf die rechte Aussenverteidiger Position. Mit dem überraschenden Anschlußtreffer zum 1:2 in der 64. Min. drohte das Spiel etwas zu straucheln, denn in der 69. Min. musste nach derben Foul auch Joshua Joe Will den Platz verlassen. Für ihn betrat Altmeister Tobi Nehren den Platz. Seine Hereinnahme sollte sich denn auch mit einem Kopfballtreffer ins rechte untere Eck in der 77. Minute auszahlen. Der Treffer raubte den Gastgebern den Siegeswillen. Kurios auch der 4. Treffer von Jonathan Suchocke, der von rechts geschlagene lange Ball knallte von der Unterkante Latte im Zusammenspiel mit dem Torwart in die Maschen.

   
Bocki mit Sehenswertem Kopfballtor Tobi: Der Sprung nach dem Treffer zum 1:3

 Fazit: Konstruktiv überlegene, ballsichere Rot-Schwarz Spieler mit Plan beherrschten Ball und Gegner und erzielten tolle Tore ! Macht Spaß !!

Etwas schmeichelhaft entführen die Szodruch Schützlinge drei Punkte aus dem Robbert Koch Stadion in Schönberg. Im Vergleich zu den ersten beiden erfolgreichen Auftritten in Dersau und Dobersdorf waren unsere Rot-Schwarzen nicht wieder zu erkennen. Da lief nicht viel zusammen, ungewohnt viele Fehlpässe und verlorene Zweikämpfe überschatteten unser Spiel. Lediglich die zweite Hälfte der ersten Halbzeit konnte druckvoll und kontrolliert gestaltet werden. Unter diesem Druck enstand auch das einzige Tor dieses Spiels, wenn auch nicht aus unserer Feder.

Auch in dieser Szene klärte Bent gegen Florian Stahl - dem gefährlichsten Probsteier Angreifer

Gleich zu Beginn der Begegnung hatte man mit schluderigen Pässen in der Defensive die Gastgeber zum Tore schießen eingeladen, beste Gelgenheiten wurden auf Probsteier Seite kläglich liegen gelassen. Und wenn das Spielgerät doch das Tor traf war Bent mehrfach grandios zur Stelle. Er war unter dem Strich bester Mann auf dem Platz, steigerte seine Form noch in der zweiten Spielhälfte und rettete die Punkte für sein schwächelndes Team.

Fazit: Benno konnte nicht auf seine Wunschformation zurück greifen, zu viele Spieler waren heute nicht an Bord. Ein schmeichelhafter Sieg gegen engagierte Probsteier die allerdings zu viele klare Möglichkeiten ungenutzt ließen. Eine Punkteteilung wäre allemal verdient gewesen.

Eine klasse Vorstellung lieferten die Szodruch Schützlinge im Kreis-Pokalspiel unter Flutlicht gegen den neu formierten FC Kilia Kiel ab. Bis zur 72. Minute musste sich der Trainer der Kilianer, Steve Frank, gedulden bis seine immer auf Tempo drückenden Akteure zum erlösenden Führungstreffer kamen. Bis dahin und auch danach machte die RS-Defensive gegen hoch engagierte Gäste einen grandiosen Job. Zu keiner Zeit ließ Kilia die Zügel schleifen, lief permanent in hohem Tempo gegen unseren Spielaufbau an und machten es unseren Jungs äußerst schwer den Ball durch die Reihen zu spielen. Ab der 68. Minute ging es obendrein nur mit 10 Spielern weiter, denn Joshua Will musste wg. gelb/roter Notbremse den Platz verlassen.

Hart aber fair ging es öfter richtig zur Sache

Dennoch konnte man der Mannschaft vom Hasseldieksdammer Weg läuferisch und spielerisch parolie bieten und Angriffe kreieren. Die beste Gelegenheit zum 1:1 Ausgleich bot sich "Bocki" nach Freistoß von halb links diagonal über die Kilia-Abwehr. Der direkt genommene Ball strandete leider am Aussennetz. Aber auch zu Beginn der Partie hätte es eine RS-Führung geben können.

Eine technische Augenweide - Serhat Yazgan vom FC Kilia

Unter dem Strich muss man allerdings konstatieren, dass der Sieg der Kielianer über die Spielzeit gesehen verdient ausfiel. Für alle Meimersdorfer/Kronsburger sollte sich schnell herum sprechen, dass RS-Kiel wieder über eine sehenswerte 1. Herren verfügt und ein Besuch im Birkenstadion lohnenswert ist.

Auch dieser Ball wurde vom Keeper Marcel Büttner entschärft